Mehr Bands!

Wir freuen uns über alle Maßen, euch die nächsten vier Bands zu verraten, die wir euch dieses Jahr präsentieren dürfen:

Die Sterne
Sie waren immer da und immer wichtig, seit 25 Jahren. Die Beiläufigkeit, mit der sie Einflüsse aus Hip Hop, Soul und Funk, dann Disko und zuletzt Psychedelic-Pop in die eigene Schnoddrigkeit überführt und dort zu pointierten Beobachtungen verdichtet haben, ist einfach unglaublig. Sie bringen den Groove in trostlose Verhältnisse und stellen die richtigen, die interessanten Fragen. Wir können es kaum fassen!

LeVent
Selbst in ruhigen Momenten haben LeVent Power ohne Ende. Dass das Instrumentarium aus zwei Bässen, Schlagzeug und Gesang besteht, ist daran sicher nicht ganz unschuldig, doch auf den bloßen Druck ihrer Werkzeuge verlassen sie sich an keiner Stelle. Stattdessen spielen sie einfach unglaublich tight, ausgeklügelt und mit einer hypnotisierenden Präsenz, die keine Gitarre vermissen lässt.

Voodoo Beach
Alles fließt, durchläuft die verschiedensten Formen, wird weggespühlt und taucht am Ende wieder auf. Von einer Welle aus betörendem Psychedelic Blues Rock in die Tiefen des Meeres fortgerissen, umspielen uns Voodoo Beach mit mysteriösen Vibes aus minimalistischen Beats, hypnotisierenden Bassläufen und Gitarren, die mit einem Bein auf dem Surfbrett stehen.

Heim
Dass zwischen all der Nostalgie im 90er-Indierock-Revival noch Platz für einen frischen, ganz eigenen Entwurf wäre, hätte wohl kaum jemand gedacht, bevor Heim mit ihrem Album „Palm Beach“ um die Ecke kamen. Getrieben von einer stürmischen Rhythmusgruppe schiebt sich eine Gitarre durch die Arrangements, die elegant durch melodische Bögen stolpert, um sich später zu den schönsten Noise-Wänden aufzutürmen. Dazwischen Texte, die gleichzeitig ungekünstelt und poetisch sind, mit direkter Sprache im Ungefähren bleiben und doch alles sagen.

Bingo

Wir spielen heute wieder Bingo im Café Royal gegen schlechtes Wetter! Kommt vorbei!

Line-up

Hier sind sie, die nächsten Bands für’s Jenseits von Millionen 2017!

Wilga
Seit 2012 schreiben Wilga in Gdańsk an der Ostsee an ihrer Version von Post-Rock. Ganz ohne die üblichen Genre-Klischees und mit viel Wärme und Pop und Soul sind sie eine der interessantesten polnischen Bands überhaupt. Ihr selbstbetiteltes Debütalbum von 2014 haben sie komplett selbst aufgenommen und veröffentlicht – in einer selbstgebauten, aufklappbaren Holzhülle! Die ist leider schon ausverkauft und wir darum gespannt auf den Nachfolger!

Hanna Leess
Die amerikanische Multiinstrumentalistin schreibt ganz unglaubliche Popsongs zwischen Funk und Blues und Folk. Mit brüchiger, rauher Stimme und ohne Kompromisse. Ihre Songs entstehen oft spontan, innerhalb von 15 Minuten hat sie alles im Kopf zusammen. Gemeinsam mit Tom Osander, dem ehemaligen Drummer von Damien Rice, braucht sie sie nur noch aufzunehmen. Bauchentscheidungen sind ihr Ding und das sind ja auch meistens die besten.

KARIES
Sparen wir uns die Wortspiele und kommen gleich zum Punkt: Karies sind der Wahnsinn. Wiederholungsschleifen ziehen in einen Strudel und hypnotisieren das Kaninchen vor der Schlange. Bass und Schlagzeug schieben verhallte Gitarren durch düstere, abgründige Songs, über die minimalistische Texte mehr gesprochen als gesungen werden. Voller Unbehagen, kalter Distanz und Entschlossenheit. Es geht sich aus.

Ilgen-Nur
Herrlich leichten 90er-Slacker-Indie-Pop mit melancholisch-verträumter Note spielt die Hamburgerin Ilgen-Nur Borali mit ihrer Band, bestehend aus Paul Pötsch von Trümmer und Simon Starz. Ihre erste EP „No Emotions“ erscheint im Sommer auf dem Kassettenlabel Sunny Tapes und wurde von Max Rieger von Die Nerven und All Diese Gewalt produziert. Ein perfekter coming-of-age-Soundtrack mit Songs über Zukunftsängste, Fahrrad fahren und Augenringe.