Albertine Sarges

Albertine Sarges ist eine Hälfte des Duos Itaca, das gerade ihr zweites Album mit feinstem Italo-Disco-Pop veröffentlicht hat, war im März als Keyboarderin für Kat Frankie auf Tour und hat sicher noch 1000 andere Eisen im Feuer. Eines sind zum Beispiel ihre sehr sporadischen Soloauftritte, bei denen sie nicht nur durch ihre fantastische, vielfältige Stimme begeistert, sondern auch das Singer/Songwriterinnen -Genre in die verschiedensten Richtungen dehnt und öffnet, dass es eine Freude ist.

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Botschaft

Dass Ambitionen einer Band gut zu Gesicht stehen können, zeigen Botschaft, indem sie an 80er Sophisticated Pop und die neuen Slacker-Bands anschließen. Zwei eigentlich nicht weit voneinander entfernte Welten, die trotzdem noch nie in so leichtfüßigen Songs zusammengebracht wurden. Auf den immer gleichen Heartbreak-Lyrics auszuruhen, kommt für Botschaft auch nicht in Frage. Stattdessen gibt es Gesellschaftskritik, abstrakte Reflektionen über das Selbst und das Ich, die Working Class, ihre Freizeit und Reproduktionsfunktion. Ja, richtig, das klingt nach Hamburger Schule – was auch immer das (inzwischen) ist. Bei dem Bandnamen sollte das niemanden überraschen.

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Die Sterne

Sie waren immer da und immer wichtig, seit 25 Jahren. Die Beiläufigkeit, mit der sie Einflüsse aus Hip Hop, Soul und Funk, dann Disko und zuletzt Psychedelic-Pop in die eigene Schnoddrigkeit überführt und dort zu pointierten Beobachtungen verdichtet haben, ist einfach unglaublig. Sie bringen den Groove in trostlose Verhältnisse und stellen die richtigen, die interessanten Fragen. Wir können es selbst kaum fassen!

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Fun Fare

Fun Fare aus Leipzig sind damit beschäftigt, ihre seltsame Melange aus Postpunk-Scrappiness, Psychedelic-Rudimenten, Kraut-Improvisationen und Groovyness zusammenzubringen. Mit Intuition und Zufall einfach zulassen, was bei dem Versuch herauskommt, lautet die Devise. Wie der eingedellte, wellige und somit eigentlich nicht mehr spielbare Gong auf dem Cover ihrer ersten EP “Wrong Gong” so lange die Verhältnisse, Assoziationen und Beine auf dem Parkett ins Schwingen bringen, bis irgendwann alles zusammenfällt. Funny bones und gummy worms!

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Hanna Leess

Die amerikanische Multiinstrumentalistin schreibt ganz unglaubliche Popsongs zwischen Funk und Blues und Folk. Mit brüchiger, rauher Stimme und ohne Kompromisse. Ihre Songs entstehen oft spontan, innerhalb von 15 Minuten hat sie alles im Kopf zusammen. Gemeinsam mit Tom Osander, dem ehemaligen Drummer von Damien Rice, braucht sie sie nur noch aufzunehmen. Bauchentscheidungen sind ihr Ding und das sind ja auch meistens die besten.

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Heim

Dass zwischen all der Nostalgie im 90er-Indierock-Revival noch Platz für einen frischen, ganz eigenen Entwurf wäre, hätte wohl kaum jemand gedacht, bevor Heim mit ihrem Album „Palm Beach“ um die Ecke kamen. Getrieben von einer stürmischen Rhythmusgruppe schiebt sich eine Gitarre durch die Arrangements, die elegant durch melodische Bögen stolpert, um sich später zu den schönsten Noise-Wänden aufzutürmen. Dazwischen Texte, die gleichzeitig ungekünstelt und poetisch sind, mit direkter Sprache im Ungefähren bleiben und doch alles sagen.

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Hello Piedpiper

Eigentlich hat Fabio Bachett sich unter dem Namen Hello Piedpiper gerade vom Solokünstler zum Bandprojekt entwickelt und ein imposantes, vielstimmig instrumentiertes Album aufgenommen, das mit jazzigen Harmonien, Chorgesängen und cleveren Wendungen überrascht. Bei uns macht er jedoch nochmal einen Schritt zurück und präsentiert sich im reduzierteren Singer/Songwriter-Gewand, das seiner Stimme umso mehr Raum lässt für die Geschichten, die sie erzählt.

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Highest Sea

Leila Zanzibars Band Highest Sea spinnt ihr Netz aus verträumter Melancholie und einer gewissen rauen Energie. Was als Indiepop-Schüchternheit beginnt, entwickelt sich zu schwelgerischen Slow-Rock-Songs, die unter der Oberfläche brodeln und in ihren Bann ziehen. Das Wasser ist trüb und unruhig, doch wir sitzen am Strand, unter Palmen, und lassen uns in sicherem Abstand vom Tosen der Wellen betören.

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Ilgen-Nur

Herrlich leichten 90er-Slacker-Indie-Pop mit melancholisch-verträumter Note spielt die Hamburgerin Ilgen-Nur Borali mit ihrer Band, bestehend aus Paul Pötsch von Trümmer und Simon Starz. Ihre erste EP „No Emotions“ erscheint im Sommer auf dem Kassettenlabel Sunny Tapes und wurde von Max Rieger von Die Nerven und All Diese Gewalt produziert. Ein perfekter coming-of-age-Soundtrack mit Songs über Zukunftsängste, Fahrrad fahren und Augenringe.

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Isolation Berlin

Mit einem Bein in der Depression und dem anderen in der süffisanten Übertreibung haben Isolation Berlin schon vor zwei Jahren ihre dringlichen Hymnen auf den Weltschmerz über unseren Burghof geworfen, gekrönt von Nina Hagens „Fall in love mit mir“. Inzwischen arbeiten sie an ihrem nächsten Album, das sich sicher wieder an dem ganzen Elend da draußen, den kleinen Freuden und dem Selbstzweifel abarbeiten wird. Oder haben sie gar einen Ausweg aus der Tristesse gefunden? Dürfen wir auf die ein oder andere Premiere hoffen? Wir werden sehen.

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Karies

Sparen wir uns die Wortspiele und kommen gleich zum Punkt: Karies sind der Wahnsinn. Wiederholungsschleifen ziehen in einen Strudel und hypnotisieren das Kaninchen vor der Schlange. Bass und Schlagzeug schieben verhallte Gitarren durch düstere, abgründige Songs, über die minimalistische Texte mehr gesprochen als gesungen werden. Voller Unbehagen, kalter Distanz und Entschlossenheit. Es geht sich aus.

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LeVent

Selbst in ruhigen Momenten haben LeVent Power ohne Ende. Dass das Instrumentarium aus zwei Bässen, Schlagzeug und Gesang besteht, ist daran sicher nicht ganz unschuldig, doch auf den bloßen Druck ihrer Werkzeuge verlassen sie sich an keiner Stelle. Stattdessen spielen sie einfach unglaublich tight, ausgeklügelt und mit einer hypnotisierenden Präsenz, die keine Gitarre vermissen lässt.

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Odd Couple

Das seltsame Paar kennt sich seit dem Kindergarten, zog zusammen nach Berlin und schrieb ein Album darüber. „It’s A Pressure To Meet You“ war weder Liebeserklärung noch Hassbrief, sondern Beschreibung von Situationen, vor schwitzendem Garage Rock und mit mehr Instrumenten, als vier Hände halten können. Ihr neues Album „Flügge“ steht dem in nichts nach und ist sogar noch eklektischer mit seinen Ausflügen quer durch die Rockgeschichte und darüber hinaus. Dabei treiben sie das Spiel, einen modernen Sound mit ausschließlich analogem Equipment zu erzeugen, auf die Spitze. Antiquiert klingt anders, Odd Couple sind ganz im Hier und Jetzt.

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Oum Shatt

Vor Jahren schon hingen Kissogram ihren staubtrockenen Elektropopper-Hut an den Nagel. Jonas Poppe kippte in der Zwischenzeit ein paar Schaufeln Sand darauf und trägt ihn nun in seiner neuen Band wieder. Denn gemeinsam mit Chris Imler (dem wildesten, schönsten und besten Schlagzeuger Berlins, der zuvor u.a. Peaches, Die Türen und Jens Friebe mit seinem Können beschenkte), Jörg Wolschina (Der Elegante Rest) und Richard Murphy (Michael Knight) spielt er minimalistischen Rock’n’Roll-Surf-Post-Punk mit arabischem Einschlag. Perkussiv und beschwörend, wie „Ian Curtis naked in Cairo, half past three in the morning“, wie sie selbst schreiben.

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Voodoo Beach

Alles fließt, durchläuft die verschiedensten Formen, wird weggespühlt und taucht am Ende wieder auf. Von einer Welle aus betörendem Psychedelic Blues Rock in die Tiefen des Meeres fortgerissen, umspielen uns Voodoo Beach mit mysteriösen Vibes aus minimalistischen Beats, hypnotisierenden Bassläufen und Gitarren, die mit einem Bein auf dem Surfbrett stehen.

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Yoga

Hektik und Yoga schließen sich aus. Dann doch lieber gepflegtes Dröhnen und ein stehendes Feedback, so dass irgendwann, wenn sich genügend Druck aufgebaut hat, auch der Rythmus wieder in aller Schwere losbollern kann – ungefähr so funktionieren Konzerte der Gruppe Yoga. Heraus kommen dann irgendwie trotzdem feinste Indiepop-Melodien, die sich nur als Post-Punk-Noise tarnen und mehr Anspielungen und doppelte Böden haben, als für eine Rockband eigentlich erlaubt ist. Am Ende also eine ausgeglichene Sache.

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05. & 06. August 2016, Burg Friedland

A Tale Of Golden Keys, Die Heiterkeit, Girlie, Klaus Johann Grobe, Locas In Love, Luisa Babarro, Masha Qrella, Messer, Michał Biela, Nick Heintz, Oracles, Paula & Karol, Petula, Slow Steve, Soft Grid, Still Parade, Trucks, We Are The City
DJ Five (British.Music.Club), Future Sailor (What Difference Does It Make), Rojosson (FluxFM, Gold Lions)

07. & 08. August 2015, Burg Friedland

1000 Gram, Berlin Syndrome, Blockflöte des Todes, Eric Shoves Them In His Pockets, Inner Tongue, Isolation Berlin, Jim Kroft, Joco, Lasse Matthiessen, Lea Johnson, Mother of the Unicorn, Snøffeltøffs, Strand Child, Trümmer, White Wine, Woods Of Birnam, Wyoming
DJ Five (British.Music.Club), What Difference Does It Make DJs

01. & 02. August 2014, Burg Friedland

A Forest, Aloa Input, Brangelina, Der Ringer, Fenster, Ian Fisher, Intergalactic Lovers, lùisa, Minitimer Katzenposter, Parasite Single, Peer, Ryan O’Reilly, Saalschutz, Talking to Turtles, The Animen, Ueki, Zelf

02. & 03. August 2013, Burg Friedland

And The Golden Choir, Candelilla, Die Liga der Gewöhnlichen Gentlemen, Emperor X, Language Arts, Lestat Vermon, Messer, New Found Land, Petula & Kid Ikarus & Freunde, PTTRNS, Satellite Stories, Sea + Air, The Dropout Patrol, The Mouse Folk, Trümmer, Yesterday Shop, 1000 Gram

03. & 04. August 2012, Burg Friedland

berndsen, die heiterkeit, die türen, fenster, fuck art, let’s dance!, garda, in golden tears, it’s a musical, jolly goods, krahnstøver, luise pop, masha qrella, me succeeds, nias, spaceman spiff, *u*n*s

05. & 06. August 2011, Burg Friedland

begbie, touchy mob, talking to turtles, sir simon battle, flashguns, fotos, finn., crashcaptains, we fade to grey, solander, tim neuhaus, samba, diego, supershirt, ja, panik, telekaster

06. & 07. August 2010, Burg Friedland

a heart is an airport, alarma man, champions (ehem. replico), dukes of windsor, fnessnej, future fluxus, gary, jagoda & *u*n*s, pedro mountains mummy, sea of love, sometree, telekaster, tiere streicheln menschen, the black atlantic, the mouse folk, who knew

07. & 08. August 2009, Burg Friedland

ampl:tude, anna rikje rosenthal, beat!beat!beat!, bernd begemann, condre scr, frittenbude, garda, grave shovel … let’s go!, herrenmagazin, i heart sharks, jeniferever, jn fischer erf, knut und die herbe frau, talking to turtles, siva., sven van thom

08. & 09. August 2008 - Mamallapuram Festival, Burg Friedland

Barra Head, Bodi Bill, Delbo, Leander, Lichter, Mikrofisch, Mio Myo, Norman Palm, Paul Dimmer Band, Peer, So So Modern, The Aim of Design Is to Define Space, The LK, Thimo Sander, Tom Liwa

10. & 11. August 2007 - Mamallapuram Festival, Burg Storkow

Ampl:tude, Audrey, Autopilot, Beatplanet, Bodi Bill, I Might Be Wrong, Kate Mosh, Klez.e, Mexican Elvis, Missent to Denmark, Mittekill, Petula, Rich and Kool, Roman Fischer, Thees Uhlmann, Ter Haar, The Marble Man

01. & 02. September 2006 - Mamallapuram Festival, Burg Storkow

Atomic, Clickclickdecker, Delbo, Erdmöbel, Figurines, Finn., Home of the Lame, Jenana, Kante, Klez.e, Lee Buddah, Me Succeeds, Sport, Polarkreis 18, The Man No. 9, Werle & Stankowski, Zuhause

19. & 20. August 2005 - Mamallapuram Festival, Burg Storkow

Ampl:tude, Anajo, Atomic, Crash Tokio, Delbo, Hidalgo, Hund am Strand, Janka, Kajak, Kate Mosh, Klez.e, Pawnshop Orchestra, Phonetic, Samba, Seidenmatt, Siva, Sternbuschweg, Team Blender, Tele, Wolke