Eine schlechte und vier gute Nachrichten haben wir heute für euch. Zuerst die schlechte: Wilga mussten leider wieder absagen. Dafür konnten wir die fantastischen Yoga als Ersatz gewinnen und das ist auch schon die erste gute Nachricht. Die übrigen drei sind unsere Bands für den Samstag Nachmittag in der Kirche auf dem Marktplatz, wohin wir wieder unterstützt von der Evangelischen Kirchengemeinde Friedland-Niewisch und gefördert vom Landkreis Oder-Spree, Amt für Bildung, Kultur und Sport, einladen dürfen.

Yoga
Hektik und Yoga schließen sich aus. Dann doch lieber gepflegtes Dröhnen und ein stehendes Feedback, so dass irgendwann, wenn sich genügend Druck aufgebaut hat, auch der Rythmus wieder in aller Schwere losbollern kann – ungefähr so funktionieren Konzerte der Gruppe Yoga. Heraus kommen dann irgendwie trotzdem feinste Indiepop-Melodien, die sich nur als Post-Punk-Noise tarnen und mehr Anspielungen und doppelte Böden haben, als für eine Rockband eigentlich erlaubt ist. Am Ende also eine ausgeglichene Sache.

Albertine Sarges
Albertine Sarges ist eine Hälfte des Duos Itaca, das gerade ihr zweites Album mit feinstem Italo-Disco-Pop veröffentlicht hat, war im März als Keyboarderin für Kat Frankie auf Tour und hat sicher noch 1000 andere Eisen im Feuer. Eines sind zum Beispiel ihre sehr sporadischen Soloauftritte, bei denen sie nicht nur durch ihre fantastische, vielfältige Stimme begeistert, sondern auch das Singer/Songwriterinnen -Genre in die verschiedensten Richtungen dehnt und öffnet, dass es eine Freude ist.

Highest Sea
Leila Zanzibars Band Highest Sea spinnt ihr Netz aus verträumter Melancholie und einer gewissen rauen Energie. Was als Indiepop-Schüchternheit beginnt, entwickelt sich zu schwelgerischen Slow-Rock-Songs, die unter der Oberfläche brodeln und in ihren Bann ziehen. Das Wasser ist trüb und unruhig, doch wir sitzen am Strand, unter Palmen, und lassen uns in sicherem Abstand vom Tosen der Wellen betören.

Hello Piedpiper
Eigentlich hat Fabio Bachett sich unter dem Namen Hello Piedpiper gerade vom Solokünstler zum Bandprojekt entwickelt und ein imposantes, vielstimmig instrumentiertes Album aufgenommen, das mit jazzigen Harmonien, Chorgesängen und cleveren Wendungen überrascht. Bei uns macht er jedoch nochmal einen Schritt zurück und präsentiert sich im reduzierteren Singer/Songwriter-Gewand, das seiner Stimme umso mehr Raum lässt für die Geschichten, die sie erzählt.